Polycarbonat statt Panzerglas – sichere Dachscheiben für Jungheinrich

Manche Materialien gelten als gesetzt. Bis sie zum Problem werden.
Für Jungheinrich ging es um Dachscheiben für Fahrzeuge – bisher umgesetzt mit Panzerglas. Stabil. Bewährt. Und dennoch kritisch. Denn sobald Glas beschädigt wird, entsteht ein Risiko: Splitter. Ein Sicherheitsfaktor, der sich konstruktiv kaum lösen lässt. Die Aufgabe war klar.
Eine Alternative musste her.

Ausgangspunkt: Sicherheit trifft auf Materialgrenzen

Die Anforderungen an die Dachscheiben waren hoch:

Mechanische Belastbarkeit, Schutzfunktion und Einsatzsicherheit im täglichen Betrieb.

Panzerglas erfüllte viele dieser Punkte – hatte aber einen entscheidenden Nachteil:
Im Schadensfall zerfällt es in Splitter.

Ein Risiko für Anwender und Umgebung.

Trotz intensiver Suche konnte keine überzeugende Alternative gefunden werden.
Bis CSS ins Projekt kam.

Analyse: Die richtige Lösung beginnt mit der richtigen Frage

Die zentrale Frage war nicht:
Wie lässt sich Glas verbessern?

Sondern:
Warum überhaupt Glas verwenden?

Mit dieser Perspektive entstand ein neuer Ansatz.

Polycarbonat – ein Hochleistungskunststoff mit extrem hoher Schlagzähigkeit und gleichzeitig hoher Stabilität.

Ein Material, das nicht nur vergleichbare Eigenschaften bietet.
Sondern in entscheidenden Punkten überlegen ist.

Lösung: Mehr Sicherheit bei weniger Materialeinsatz

Der Wechsel von Glas zu Polycarbonat brachte mehrere entscheidende Vorteile:

Gleiche Stabilität bei deutlich geringerer Materialstärke.
Statt etwa 20 mm Glas genügten rund 10 mm Polycarbonat.

Das bedeutet:

  • geringeres Gewicht
  • höhere Sicherheit (kein Splittern)
  • reduzierte Material- und Systemkosten

Doch jedes Material bringt eigene Herausforderungen mit sich.

Polycarbonat ist empfindlicher gegenüber Kratzern als Glas.

Und genau hier setzte CSS an.

Umsetzung: Funktion entsteht durch Kombination

Durch eine speziell entwickelte, abriebfeste Beschichtung wurde die Oberfläche gezielt optimiert.

Das Ergebnis:

  • hohe Kratzfestigkeit im täglichen Einsatz
  • klare Sichtverhältnisse
  • langlebige Oberflächenqualität

Doch die Lösung ging noch weiter.

Mittels präzisem Siebdruck wurden die Scheiben so gestaltet, dass sie direkt verklebt werden können.

Keine Verschraubung.
Keine zusätzlichen Bauteile.

Das reduziert Montageaufwand, spart Zeit und verbessert gleichzeitig die Optik.

Ergebnis: Eine Lösung, die mehr kann als ersetzen

Das Ergebnis überzeugte auf mehreren Ebenen:

  • erhöhte Sicherheit durch splittersicheren Werkstoff
  • reduzierte Materialstärke bei gleicher Stabilität
  • optimierte Oberfläche durch Beschichtung
  • vereinfachte Montage durch integrierte Klebelösung

Was als Materialsubstitution begann, wurde zu einer umfassenden technischen Verbesserung.

Eine Lösung, die nicht nur ersetzt.
Sondern verbessert.

Was dieses Projekt zeigt

Technische Grenzen entstehen oft dort, wo nicht weiter gedacht wird.

Wer bestehende Materialien hinterfragt, eröffnet neue Möglichkeiten.
Wer mehrere Funktionen kombiniert, schafft bessere Lösungen.

CSS denkt nicht in Alternativen.
Sondern in Potenzialen.

Und genau deshalb entstehen Lösungen, die andere nicht sehen.

Projektanfrage & Ansprechpartner

Sie stehen vor einer Materialentscheidung oder einer sicherheitskritischen Anwendung?

CSS entwickelt Lösungen, die bestehende Grenzen neu definieren – von der Idee bis zur fertigen Umsetzung.

Kontakt & Projektanfrage – Kunststoffbeschichtung anfragen

Ihr technischer Ansprechpartner

Sven Gennerich
Betriebsleiter

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